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Die folgenden Pressemitteilungen haben wir im
Laufe der letzten Jahre zusammengestellt. Schicken Sie uns per e-Mail Presseartikel zum
Thema Wasserkraft und Fließgewässerschutz
aus Ihrer
Region, wir werden sie hier gern veröffentlichen.
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Pressemitteilungen
zum Sachsenskandal! (Bitte auf die Bilder klicken!!!)
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Die folgenden Pressemitteilungen haben wir nur
zum Sachsenskandal zusammengestellt. Lesen Sie die Farce
über die Verurteilung eines Naturschützers.
Jahrelang werden die Gesetzesverstöße den
Behörden angezeigt, aber ohne jegliche Reaktion.
Unser Mitstreiter Winfried
Klein,
Ref. f. Öffentlichkeitsarbeit
Verband Hessischer Sportfischer zum
Gerichtsurteil: Es ist ein Skandal, wenn unsere Justiz Urteile gegen Bürger fällt, die lediglich mit Zivilcourage dafür sorgen, dass der gesetzliche Zustand bei Wasserkraftanlagen zum Schutze der Gewässer, der in den Gewässern lebenden Tiere und dem Schutz der Natur wieder hergestellt wird. Sind die betreffenden Richter und Staatsanwälte in Sachsen so unwissend, dass sie nicht erkennen (oder ignorieren), dass unsere fließenden Gewässer die wertvollsten und schützenswertesten Lebensräume in unserer Natur und Landschaft sind? Sie sollten sich schleunigst Fortbilden, was ihre Pflicht ist, wenn sie Urteile fällen, die jeglicher Vernunft entbehren!
Es kann doch nicht sein, dass ein Bürger lange Zeit über den offiziellen Behördenweg versucht ungesetzliche Zustände in Wasserkraftanlagen abzustellen, die zuständigen Behörden jedoch untätig bleiben. Gegen diese Untätigkeit der "Behörden" sollte man auf dem Wege der Dienstaufsicht vorgehen und ihnen in Zukunft den nötigen Dampf machen.
Wenn solche Urteile in Zukunft Schule machen, wird es um unsere Gewässer in Deutschland geschehen sein, denn die Wasserkraftlobby wird den Aufwind nutzen und ungestraft ihre auferlegten Grenzen zum Schaden der Gewässer sprengen. Dies dürfen wir Angler keinesfalls zulassen. Deswegen gehört unsere Solidarität Tobias Mehnert, der zusammen mit der Bürgerinitiative "Gegen Gewässerverbauungen in Sachsen" für intakte Gewässer kämpft.
Da ihn das Urteil von DM 1000 plus 5000 DM Gerichtskosten an den Rand des Ruins getrieben hat, sollten wir ihn mit einer Spende für seinen couragierten Einsatz unterstützen!
Spendenkonto: Bürgerinitiative gegen Gewässerverbauungen in Sachsen "Tobias Mehnert", Dresdner Bank, BLZ: 87080000, Konto-Nr.: 0609531801.
Lesen Sie weiter in unserem Bericht auf [Sachsenskandal]
in unserer Rubrik WKA. |
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Wasserkraft:
Landratsamt unter Beschuss
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vom
22. August 2001
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Umweltverband fordert
Staatsanwaltschaft zur Ermittlungen gegen Betreiber
und Behörde auf - Zwei Anlagen an der Schwarzen
Pockau im Visier
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Von SVEN
FROMMHOLD
Chemnitz/Marienberg.
In der seit Monaten anhaltenden Ausein-
andersetzung um zwei Wasser- kraftanlagen
bei Pobershau im Mittleren Erzgebirgskreis
hat der Landesverband des Bundes für
Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
jetzt bei der Staatsanwaltschaft Chemnitz
Anzeige gegen die Betreiber erstattet. Sie
hätten, so der Chemnitzer Landesgeschäfts-
führer des BUND, Ulrich Krößin,
soviel Wasser aus dem natür- lichen
Flussbett ausgeleitet, dass Schwarze und
vereinigte Pockau im Hinteren Grund und
an der Kniebreche zeitweise faktisch keine
Gewässer mehr waren. Weil die untere
Wasserbehörde des Mittleren Erzgebirgskreises
diese Zustände nach Meinung der Umweltschützer
tatenlos hinnahm, ersucht der BUND zu- dem
um Ermittlungen gegen das Landratsamt, vertreten
durch den Landrat. Der Vorwurf: Strafver-
eitelung im Amt. Mit der Anzeige reagiert
der Verband auf die Er- gebnisse eines Strafverfahrens
gegen den Flohaer Umweltschüt- zer
Tobias Mehnert. Spätestens seit dem
ersten Prozess im Februar dieses Jahres
müsste
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der Staatsanwaltschaft
Chem- nitz bekannt sein, dass die Be- treiber
die vorgeschriebene Min- destabflussmenge
deutlich unter- schritten/mahnt Krößin
längst fällige Untersuchungen
an. Die aber unterblieben bisher offen-
bar. Da nacheinander unter- schiedliche
Anklagevertreter mit der Sache betraut wurden,
ist das kein Wunder. "Ich war nur bei der
letzten Verhandlung in Chemnitz dabei, und
die dauerte eine Viertelstunde", sagt
Staats- anwalt Jürgen Zöllner.
Die Vor- würfe wurden jetzt geprüft.
Sollten tatsächlich Verfehlungen im
Marienberger Landratsamt zutagetreten dann
werden sich die Ermittlungen gegen den dafür
verantwortlichen Mitarbeiter richten. "Strafbar
so Zöllner, "macht sich der Einzelne,
nicht aber eine juristische Person wie die
Kreisverwaltung," Noch sei auch offen,
wie eine Schuld der Betreiber einzuordnen
wäre. "Das Ignorieren verwaltungsrecht-
licher Normen ist nicht zwangs- läufig
eine Straftat. Tobias Meh- nert sieht das
anders. Nach sei- ner Ansicht trifft Paragraph
324 des Strafgesetzbuches zu. Demnach drohen
all jenen bis zu fünf Jähre Gefängnis,
die unbefugt ein Gewässer verunreingen
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oder dessen
Eigenschaften auf andere Weise nachteilig
verän- dern. Letzteres machen laut
Mehnert und seinen Mitstreitern fast alle
Wasserkraftwerksbe- treiber an den nicht
zur profitab- len Energieerzeugung geeig-
neten Flussläufen der Region. Im Oktober
1999 hatten sie deshalb im Hinteren Grund
und an der Kniebreche zur Selbsthufe ge-
griffen. An der ersten Anlage entfernten
und zerstückelten sie einen Baumstamm,
der einen Seitenarm neben dem beinahe wasserundurchlässigen.
Wehr derart vom Fluss abschnitt, dass fast
das gesamte Wasser in den Mühlgraben
Richtung Turbinen- haus fließen konnte.
An der zweiten, entnahmen sie Absperr- bretter,
mit denen der Betreiber die Fischaufstiegshilfe
neben der Staustufe in eine trockenen Fu-
ßes begehbare Rampe verwan- delt hatte.
Auch dort war der Fluss nach der Anlage
auf hun- derten Metern fast vollständig
wasserlos. Wegen Sachbeschä- digung
wurde Mehnert vom Amtsgericht Marienberg
zu 1000 Mark Geldstrafe für die Aktion
verurteilt. In der Berufungs-Ver- handlung
vor dem Chemnitzer Landgericht einigte man
sich nun auf einen Kompromiss.
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Das Verfahren
wird wegen gerin- ger Schuld endgültig
eingestellt, wenn der weiter als unbescholten
geltende Flohaer bis 30. Sep- tember 8oo
Mark an die Grüne Liga zahlt. Pikanterweise
gehört dieser Organisation der Natur-
schutzverband Freiberg an. Vorsitzender:
Tobias Mehnert. Rein rechnerisch hat sich
das gelohnt", meint der Umwelt- Schützer,
ohne zur Nachahmung auffordern zu wollen,
"die vor- sichtig gewordenen Betreiber halten
sich jetzt meist an die fest- gelegte Abflussmenge.
Wenn man bedenkt, dass ein einziger Verwaltungsangestellter
im Land- ratsamt Marienberg den Steuer-
zahler im Monat mehrere tau- send Mark kostet
und die Behör- de trotz bekannter Verstöße
nichts unternommen hat, ist das eine außerordentliche
Effizienz."
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Landrat Albrecht
Kohlsdorf (CDU) weist diese Vorwürfe
zurück. Im Mittleren Erzgebirks- kreis
würden gegenwärtig 47 Wasserkraftanlagen
betrieben. In den letzten Jahren, so betont
er, hätten das Staatliche Umwelt- fachamt
Chemnitz und die untere Wasserbehörde
ihre Kontroll- und Überwachungstätigkeit
intensiviert. 1999 sei dafür in seinem
Hause eine extra Stelle eingerichtet worden.
Gegen Betreiber, die sich trotz Aufforderung
nicht an die Festlegungen halten, würden
Ordnungswidrigkeits- verfahren eingeleitet
- von Ja-nuar 2000 bis März 2001 zum
Beispiel 20. Auch bei der beson- ders umstrittenen
Anlage im Hin- teren Grund, die sich in
einem Naturschutzgebiet befindet, habe
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das Landratsamt
gehandelt und "mit Möglichkeiten des
Verwal- tungsrechts die Einhaltung des notwendigen
Abflusses erzwun- gen. Um den ordnungsgemäßen
Betrieb zu gewährleisten, werde dort
jetzt ein Streichwehr (anstel- le des Stamms)
errichtet, über das genügend Wasser
ablaufen könne. Das Staatliche Umwelt-
fachamt, so Kohlsdorf, habe das Vorhaben
positiv eingeschätzt, das Regierungspräsidium
die naturschutzrechttiche Zustim- mung erteilt.
Problem nur: Wieder einmal machen Behörden
und Kraftwerksbetreiber die Sache unter
sich aus. Denn der BUND Sachsen, zu dessen
fast 3500 Mitgliedern kompetente Fließgewässer-Fachleute
gehören, lehnt das Projekt rundheraus
ab.
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Freie Presse Marienberg
vom 07.08.01
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Tobias Mehnert gilt damit
als unschuldig - Schwere Schlappe für Marienberger
Amtsgericht
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von Matthias-Leipnitz
Chemnitz. Vor wenigen
Tagen wurde vor der Berufungskammer des Landgerichtes
Chemnitz das Verfahren gegen den Aktivisten Tobias Mehnert
aus Flöha wegen Geringfügigkeit eingestellt.
Mehnert muss lediglich 800 Mark an einen gemeinnützigen
Verein zahlen. Die Verfahrenskosten und die Kosten für
die Entschädigung der Zeugen trägt die Staatskasse.
Mehnert war vom Amtsgericht Marienberg wegen Sachbeschä-
digung verurteilt worden, nach- dem er an Wehranlagen
im Pobershau Ortsteil Hinterer
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Grund und an der Kniebreche
bei Zöblitz Sperren entfernt hatte, die den Mindestabfluss
über das Wehr einschränkten. Die Betrei- ber
der Anlagen hatten daraufhin Anzeige erstattet. Das Marienberger Amtsgericht hatte
Mehnert zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Verurteilte
vertrat indes die Meinung, dass er nur den ohnehin gesetzlich
geforder- ten Zustand zum Mindestwasser- abfluss an
den Kleinwasserkraft- anlagen hergestellt habe. Zu-
sammen mit den Gerichts- und Anwaltskosten sah sich
Mehnert mit Kosten von rund 5000 Mark konfrontiert.
Die "Bürgerinitiative
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gegen Gewässerverbauung
in Sachsen" hatte deshalb ein Spen- denkonto für
den Naturschützer eingerichtet. Mit Winfried Klein
aus Hessen hatte sich sogar ein Träger des Bundesverdienstkreu-
zes für Mehnert eingesetzt. Meh- nert selbst hatte
gegen das Urteil Revision eingelegt - erfolgreich, wie
sich nun zeigte. Der Natur- schützer gilt trotz
der Auflage, 800,- Mark zu zahlen, als unschul- dig,
wie sein Chemnitzer Anwalt Olaf Busch betonte. Busch
bedau- erte, dass die Staatsanwalt trotz eindeutiger
Hinweise auf das Fehlverhalten der Eigner gegen sie
offenbar keine Ermittrungen eingeleitet habe.
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Freie Presse Marienberg
vom 28.05.2001
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Weiterer Wirbel um Naturschützer-Urteil
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Freie Presse Marienberg
vom 08.05.2001
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Wasserkraftsurteil: Naturschützer
muss 6000,- DM zahlen
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Freie Presse Marienberg
vom 03.05.2001
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Gerichtsurteil ein Skandal
- Schulterschluss mit Umweltkriminellen
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| "Freie
Presse" vom 19.04.2001
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"Freie
Presse" vom 19.04.2001
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| Das Tollhaus
- Das deutsche Strafrecht und eine 570 DM Lappalie
berichtet von Swen Uhlig
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Naturschützer
wegen Sachbechädigung verurteilt berichtet
von Thorsten Schilling
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